Vereinigte Werkstätten

Die Gründung der "Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk" findet im Jahre 1898 aus Anlass der "Ausstellung für Kunst und Handwerk" statt.  Der in der Nähe von Zürich geborene Bildhauer und Designer Hermann Obrist ist seit 1894 in München tätig und begründet die zukunftsweisenden Werkstätten mit. Er steht in Verbindung mit Bernhard Pankok und Richard Riemerschmid. Er sucht nach "neuen Möglichkeiten in der bildenden Kunst", gehört zu den Vorkämpfern und Wortführern des Jugendstils. Die jungen Künstler müssen die technischen Bedingungen des Handwerks erlernen, um ihre neuen Ideen technisch realisieren zu können. Sie brauchen einen Markt für ihre kunsthandwerklich gefertigten Entwürfe.  Die Vereinigten Werkstätten A.G.  kaufen ihnen ihre Entwürfe ab oder verschaffen ihnen Aufträge zu größeren Innenausstattungen, welche dann von leistungsfähigen Handwerkern oder Industrieunternehmen ausgeführt werden. Die fertigen Kunstwerke werden in wechselnden oder dauernden Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt und zum Kauf angeboten. Den Künstlern wird ein Anteil am Verkaufserlös zugestanden . Die Vereinigten Werkstätten zeigen auf der Weltausstellung 1900 in Paris Innenausstattungen, die einen durchschlagenden Erfolg haben. Später gründen die Werkstätten, um preiswerter produzieren zu können, einen eigenen Fabrikbetrieb insbesondere für Kunstschreinerei und kleinere Ateliers für Metallarbeit, Stickerei und Weberei.

Leuchtkörper

Kamingitter